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SuperSonntag: Und die SPD tanzt auf dem Tisch…

6. September 2009

…unter dem sich die CDU am liebsten verkrochen hätte – Wahl: Kantersieg für „Rot”, Debakel für „Schwarz”

Ich zitiere die SuperSonntag vom 06.09.2009

Eschweiler. Die Würfel sind gefallen und bescheren der CDU ein Desaster vorher kaum vorstellbaren Ausmaßes und der SPD einen Kantersieg. Die Hälfte aller Sitze plus Bürgermeisterstimme – damit ließe sich bereits alleine regieren Dennoch sieht es nach einer Fortsetzung der Arbeit mit den Grünen, aus.

Ob man allerdings in einer Koalition oder doch eher in einer Kooperation zusammenarbeitet wird sich zeigen. Zunächst gilt es einmal interfraktionell die Personalien „zu kramen”, bevor es an den Verhandlungstisch geht.
Mit verschränkten Armen sitzen die Grünen nicht in der Ecke, ob sie die Arme aber auch tatsächlich ausstrecken „hängt natürlich davon ab, wie die Angebote der SPD sind. Eins steht fest: “Wir wollen über Inhalte, nicht über Posten reden. Aber Fakt ist: Man bekommt nichts umonst”, so Bürgermeisterkandidatin Gabi Pieta. SPD- Fraktionschef Leo Gehlen hat derweil schon mal grob bei den Grünen abgeklatscht „und ich denke, dass wir mit ihnen reden werden. Wir haben in der Vergangenheit ja schließlich auch gut zusammengearbeitet. Gut,es hat sicher schon mal gefunkt, aber dann haben wir uns immer wieder schnell zusammengerauft.”

In der Wahlnacht war bei der SPD jedenfalls erst einmal Party angesagt. Dass Rudi Bertram bei der Bürgermeisterwahl so durchflutschen würde, am Ende mit 71,9 Prozent der Stimmen, dürfte der CDU und ihrem Spitzenkandidaten Christoph Herzog von vornherein klar gewesen sein. Herzog hat immerhin sein Primärziel, ins Rathaus einzuziehen, erreicht, erzielte bei der Bürgermeisterwahl ein Ergebnis in den Sphären seines Vorgängers Manfred Groß und muss als Novize keinen Vorwurf machen.

Dass bis auf Willi Blindgens in Kinzweiler aber kein Direktmandat geholt wurde, sollte den Christdemokraten schwer zu denken geben. Selbst die CDU- Bastion Lyceum fiel: an einen 26- jährigen Neuling namens Oliver Liebchen. Der stellvertretende CDU- Fraktionschef Norbert Dondorf, der hier kandidierte, darf sich die Ratsarbeit nun unerwarteter Weise von draußen angucken – er war auf der Reserveliste nicht abgesichert. Noch ein Ergebnis stach heraus: Volker Willms holte für die FDP in Hehlrath 16,24 Prozent.

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