Enke: Voyeurismus 2.0

12. November 2009

Die Berichterstattung um den Tod respektive Selbstmord von Robert Enke finde ich mittlerweile nur noch widerlich. Live-Sendungen am laufenden Band, “Journalisten”, die über Twitter um Bilder und Stimmungen aus Hannover bitten und O-Töne von Z-Promis an allen Fronten der Medienwelt.

Geht das alles auch ein bisschen stiller?

Dirk Gieselmann von 11freunde.de bringt es auf den Punkt:

Stattdessen also entfesselten weite Teile der Medien schon Minuten später eine Informationsflut, die eines offenbart: Der Voyeurismus kennt keine Grenzen mehr.

Sobald der Termin der Beisetzung Enkes feststeht, werden die Boulevardmedien sicherlich einen Live-Ticker für die Event-Berichterstattung ankündigen. Insgesamt rechne ich mit einer Social Media-Bestattung.

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